Über das Projekt

TRANSFORuM leistet seinen Beitrag zur Veränderung des europäischen Verkehrssystems hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Ressourceneffizienz indem es Schlüsselstakeholder in einem moderierten Forum zusammenführt. Dazu kommen weitere konsultierende Aktivitäten um die Ansichten der jeweiligen Akteure zu Herausforderungen, Hindernissen, Gelegenheiten und Win-Win-Potenziale bei der Gestaltung des zukünftigen europäischen Verkehrssystems zu identifizieren.

Projektziele

Im Jahr 2011 veröffentlichte die Europäische Kommission das Weißbuch „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum - Hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem“ das bis 2050 zehn Ziele festlegt. TRANSFORuM nimmt aktiv am dafür erforderlichen Veränderungsprozess teil, speziell bei der Umsetzung der vier folgenden Schlüsselziele des Weißbuchs:

  • Erreichen einer im wesentlichen CO2-freien Stadtlogistik bis 2030 (Ziel 1)
  • Verlagerung von Straßenfrachtverkehr auf die Schiene und den Wasserweg (Ziel 3)
  • Vervollständigen und Erhalten des europäischen HSR-Netzwerks (Ziel 4)
  • Ein europäisches multimodales Informations-, Management- und Bezahlsystem (Ziel 8)

TRANSFORuM vereint wichtige Akteure in verschiedenen Stakeholderforen um Engpass-Faktoren, Bedarf an politischen Interventionen und Möglichkeiten für synergetische Kooperation zu identifizieren. „Stakeholder“ sind Akteure, die direkt in die Umsetzung innovativer Strategien und Maßnahmen eingebunden sind. Dazu gehören sowohl Repräsentanten von Netzwerken und Initiativen, die bereits stark in den Gestaltungsprozess der europäischen Verkehrspolitik involviert sind, als auch neue Akteure.

TRANSFORuM wird von einem Konsortium gut aufeinander abgestimmter und gleichzeitig unabhängiger und erfahrener PolitikberaterInnen und ForscherInnen geführt, die einen frischen Ansatz zu diesem Aufgabenbereich mitbringen. Das allumfassende Projektkonzept basiert auf erprobten Beratungstechniken die um eine synergetische Kombination aus zehn moderierten Workshops, qualitativen und tiefgehenden Interviews und einem Set von Online-Diskussionswerkzeugen angeordnet sind. Die elf Konsortialpartner sind allesamt anerkannte Experten in ihrem Bereich. Ihr fein abgestimmter Arbeitsbereich in TRANSFORuM ist in vier thematische Gruppen und sieben themenübergreifende Arbeitspakete aufgeteilt.

Resultate

Mit klarem Fokus auf praktische und politische Relevanz werden die Schlüsselergebnisse des Projekts, basierend auf Stakeholder-Input, in den folgenden abgestimmten Dokumenten zusammengefasst:

  • Roadmaps (zu allen vier thematischen Bereichen) werden realistische Wege aufzeigen, auf denen sich kurz- und mittelfristige Ziele (bis 2030) erreichen lassen. Zu deren Zielgruppe zählen Unternehmen, Technologieplattformen, F&E-Communities, Behörden und die Europäische Kommission selbst als wichtiger Katalysator. Sie beinhalten:
    • Analyse des Status Quo
    • Zu treffende Maßnahmen
    • Zeitpläne mit Meilensteinen
    • Erfolgs- und Forschrittsindikatoren
    • Zu beteiligenden Akteure
    • Nötige Ressourcen und Finanzierungspläne
    • Offene Aspekte für spätere Aktivitäten
  • Empfehlungen für die Überführung der technischen und thematischen Informationen der Roadmaps in konkrete Handlungsoptionen für PolitikerInnen, die Industrie, NGOs und andere EntscheidungsträgerInnen
  • Ein detaillierter strategischer Ausblick mit einer langfristigen Perspektive (2030 – 2050). Dieser ist der Struktur der Roadmap nachempfunden, hat aber „visionären“ Charakter und illustriert ein mögliches europäisches Verkehrssystem im Jahre 2050.

TRANSFORuM verfügt über Mechanismen, die Resultate an ein breites Publikum kommunizieren. Dazu zählen Dokumente in attraktiver Aufmachung, die frei und bequem zugänglich sind sowie Online-Plattformen, interne und externe Mailing-Listen, persönliche Kontakte, Social Media, Live-Veranstaltungen, etc.

Falls Sie Kommentare oder Fragen zu TRANSFORuM haben oder sich (selbst oder Ihre Organisation) – oder jemand anders - als Stakeholder nominieren möchten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Projektkoordinator Projektlaufzeit Grant Agreement No.
Rupprecht Consult Februar 2013 – Jänner 2015 321565
Forschung & Beratung GmbH    
Dr. Ralf Brand    

Projektpartner

  • Rupprecht Consult GmbH, Köln, Deutschland
  • VTI - Swedish National Road and Transport Research Institute, Linköping, Schweden
  • Universität Gdansk, Gdansk, Polen
  • CNRS - Centre National de la Recherche Scientifique, LET - Transport Economics Laboratory, Lyon, Frankreich
  • Université Lumière Lyon 2, Lyon, Frankreich
  • AustriaTech, Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen m.b.H., Wien, Österreich
  • Technische Universität Dänemark, Department of Transport - DTU, Danmarks Tekniske Universitet, Kongens Lyngby, Dänemark
  • Universität Oxford, Transport Studies Unit, Oxford, Großbritannien
  • CDV - Centrum dopravního výzkumu, v.v.i., Transport Research Centre, Brno, Tschechien
  • KTH - Kungliga Tekniska Högskolan, Royal Institute of Technology, Stockholm, Schweden
  • Karlsruher Institut für Technologie - KIT, Institute for Technology Assessment and Systems Analysis (ITAS), Karlsruhe, Deutschland
  • TOI - Transportøkonomisk institutt, Institute of Transport Economics, Oslo, Norwegen
  • Institut d'études politiques de Lyon - IEP, Sciences Po Lyon, Lyon, Frankreich

Wenn Sie sich selbst als Stakeholder sehen und mitmachen möchten, lassen Sie es uns wissen. Bitte sagen Sie uns auch, wenn Sie eine andere Organisation oder Einzelperson nominieren möchten.